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Wie viel Geld solltest du mit 30, 40 und 50 gespart haben?

„Mit 30, 40 oder 50 stellen sich viele Menschen dieselbe Frage: Bin ich finanziell eigentlich auf Kurs? Doch kaum jemand spricht offen darüber.“

Kurz & knapp für Eilige
Wie viel Geld solltest du mit 30, 40 oder 50 gespart haben?

Es gibt keine feste Summe, die du mit 30, 40 oder 50 Jahren gespart haben musst. Als Orientierung zeigen aktuelle Auswertungen der Vermögensbefragung der Deutschen Bundesbank (PHF 2023): Das Median-Nettovermögen privater Haushalte liegt bei rund 17.300 Euro (unter 35 Jahre), 60.000 Euro (35 bis 44 Jahre), 150.000 Euro (45 bis 54 Jahre) und 241.100 Euro (55 bis 64 Jahre). Für deine persönliche Altersvorsorge sind diese Vergleichswerte jedoch nur ein Anhaltspunkt. Entscheidend ist, ob dein Vermögen ausreicht, um deine individuelle Rentenlücke zu schließen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, PHF 2023, Auswertung durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

⚠️ Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung dar. Alle genannten Zahlen und Richtwerte sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Bitte prüfe deine individuelle Situation mit einer unabhängigen Finanzberaterin oder einem unabhängigen Finanzberater.

💡 Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält mit * gekennzeichnete Affiliate-Links zu ING und Scalable Capital. Trade Republic ist eine direkte Empfehlung ohne Affiliate-Link. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Unsere Empfehlungen basieren auf eigener Einschätzung und sind unabhängig von Provisionen.

📊 Datenhinweis

Die verwendeten Vermögenswerte basieren auf der PHF-2023-Studie der Deutschen Bundesbank, ausgewertet durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Das Sicherungsniveau stammt aus dem Rentenversicherungsbericht 2024 (BMAS). Alle Quellenangaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

Frau Mitte 30 plant ihre Finanzen, wie viel sollte man mit 30 gespart haben, finanzmutig

Als Bankkauffrau habe ich täglich gesehen, was andere verdienen, sparen und anlegen. Heute beschäftige ich mich täglich mit privatem Vermögensaufbau und verständlicher Finanzbildung. Trotzdem konnte ich dir lange nicht sagen, was in Deutschland eigentlich üblich ist, und ob ich selbst gut dastehe.

Vielleicht geht es dir genauso.

Du sparst. Du investierst vielleicht sogar schon. Trotzdem weißt du nicht: Reicht das eigentlich? Bin ich für mein Alter gut aufgestellt, oder liege ich zurück?

Dieser Artikel beantwortet genau das. Mit echten deutschen Zahlen, einer klaren Einordnung und einem Rechner, der dir zeigt, wo du persönlich stehst.

Wie viel Geld sollte man mit 30, 40 oder 50 wirklich gespart haben?

Die aktuellen Bundesbank-Daten

Viele fragen sich, wie viel Geld man mit 30 gespart haben sollte. Um das einzuordnen, braucht es zunächst echte Zahlen: Was haben andere Haushalte in Deutschland tatsächlich?

Die Deutsche Bundesbank erhebt regelmäßig das Vermögen privater Haushalte, die sogenannte PHF-Studie (Private Haushalte und ihre Finanzen). Die aktuellste Befragung stammt aus dem Jahr 2023 und wurde 2025 veröffentlicht. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat diese Daten nach Altersgruppen ausgewertet.

AltersgruppeMedian-Nettovermögen (Haushalt)
Unter 35 Jahre17.300 Euro
35 bis 44 Jahreca. 60.000 Euro
45 bis 54 Jahreca. 150.000 Euro
55 bis 64 Jahre241.100 Euro

Quelle: Deutsche Bundesbank, PHF 2023, Auswertung durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Die Altersgruppe richtet sich nach dem Alter der ältesten Person im Haushalt.

Wichtiger Hinweis

Diese Statistik zeigt Haushaltsvermögen, nicht das Vermögen einzelner Personen. Ein Ehepaar mit gemeinsamem Vermögen zählt als ein Haushalt. Die Werte dienen nur als grober Vergleich und lassen sich nicht direkt auf Einzelpersonen übertragen. Viel wichtiger ist, ob dein eigenes Vermögen ausreicht, um deine persönliche Rentenlücke zu schließen.

Was ist ein Medianwert? Der Median ist nicht der Durchschnitt, sondern die mittlere Zahl: Die Hälfte der Haushalte hat mehr, die Hälfte hat weniger. Weil sehr hohe Vermögen einzelner Haushalte den Durchschnitt stark nach oben verzerren, zeigt der Median die finanzielle Realität der Mitte viel ehrlicher.

Was dir diese Statistik sagt und was nicht

Diese Zahlen sind ein guter Vergleichswert. Sie zeigen, wo andere Haushalte in deinem Alter stehen. Sie sagen dir aber nicht, ob das für dich persönlich ausreicht. Das hängt davon ab, wie hoch deine gesetzliche Rente sein wird, wie viel du im Alter tatsächlich brauchst und wie lange du noch Zeit hast.

Für deine persönliche Planung ist deshalb eine andere Frage entscheidend: Wie groß ist deine Rentenlücke?

Infografik: Wie viel sollte man mit 30, 40 und 50 gespart haben, Richtwerte Deutschland, finanzmutig

Die Faustregel als zusätzliche Orientierung

Wer sich fragt, wie viel Vermögen man mit 40 besitzen sollte, stößt in vielen Finanzratgebern auf eine häufig genannte Faustregel: Mit 30 sollte man etwa ein Jahresgehalt gespart haben, mit 40 das Dreifache, mit 50 das Sechsfache. Diese Regel stammt ursprünglich vom US-Finanzdienstleister Fidelity Investments und wurde für ein System ohne gesetzliche Rente entwickelt.

Sie ist kein offizieller deutscher Standard. Da die gesetzliche Rente in Deutschland einen Teil der Altersvorsorge übernimmt, gelten als grobe Daumenregel für Deutschland niedrigere Werte:

AlterFaustregel (angepasst, Deutschland)Beispiel bei 2.500 Euro Netto
30 Jahre0,5 bis 1 Jahresgehalt15.000 bis 30.000 Euro
40 Jahre1,5 bis 2 Jahresgehalt45.000 bis 60.000 Euro
50 Jahre3 bis 4 Jahresgehalt90.000 bis 120.000 Euro

Hinweis: Diese Werte sind keine wissenschaftlich validierten deutschen Standards. Sie dienen als erster grober Anhaltspunkt und sollten nicht als verbindliche Vorgabe verstanden werden.

Finanzmutig-Erinnerung
Die Bundesbank-Daten zeigen: Die meisten Haushalte in Deutschland liegen deutlich unter diesen Faustregeln. Das ist kein Versagen, sondern die Realität. Entscheidend ist nicht, ob du den Richtwert erreichst, sondern ob du deine persönliche Rentenlücke schließen kannst.

Dein persönlicher Spar-Check

Du weißt jetzt, wo andere Haushalte in deinem Alter stehen. Jetzt die entscheidende Frage: Wie stehst du selbst da? Der Rechner zeigt dir, ob du auf Kurs bist, wie sich dein Vermögen bis zur Rente hochrechnet, wie hoch deine Sparquote ist und was dein nächster konkreter Schritt ist.

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Alle Ergebnisse dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Sie stellen weder eine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung noch eine verbindliche Prognose dar. Sämtliche Berechnungen beruhen auf vereinfachten Modellannahmen und können erheblich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Frühere Wertentwicklungen und angenommene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Bitte triff finanzielle Entscheidungen auf Grundlage deiner individuellen Situation und ziehe bei Bedarf unabhängige Beratung hinzu.

Du möchtest verstehen, wie dieses Ergebnis zustande kommt? Die nächsten Abschnitte erklären die Grundlagen.

Was ist deine Rentenlücke und warum ist sie der entscheidende Maßstab?

Das gesetzliche Sicherungsniveau

Das gesetzliche Sicherungsniveau vor Steuern beträgt laut Rentenversicherungsbericht 2024 rund 48 Prozent. Es beschreibt jedoch keine individuelle Ersatzquote, sondern eine Modellgröße für einen sogenannten Standardrentner mit 45 Beitragsjahren und Durchschnittsverdienst. (Quelle: Rentenversicherungsbericht 2024, BMAS; Sozialbeirat)

Wer weniger als 45 Jahre eingezahlt hat, Elternzeit hatte, in Teilzeit gearbeitet hat oder unterdurchschnittlich verdient hat, erhält eine deutlich niedrigere Rente als dieses Modell suggeriert. Die 48 Prozent sind kein verlässlicher Planungswert für die eigene Situation.

So berechnest du deine persönliche Rentenlücke

Als vereinfachte erste Orientierung funktioniert diese Berechnung. Sie berücksichtigt keine Inflation, Kapitalerträge im Rentenbezug oder variierende Ausgaben:

01
Rentenkontoauszug anfordern
Kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung unter deutsche-rentenversicherung.de oder per Post
02
Voraussichtliche Monatsrente ablesen
Der Auszug zeigt die Hochrechnung für verschiedene Renteneintrittsalter
03
Gewünschten Bedarf im Alter schätzen
Wie viel brauchst du monatlich für deinen Lebensstandard?
04
Differenz berechnen
Bedarf minus Rente = deine monatliche Rentenlücke
05
Gesamtbedarf berechnen
Monatliche Rentenlücke × 12 × geplante Rentenjahre = dein privates Sparziel (vereinfachte Berechnung)
Infografik: Rentenlücke in 5 Schritten berechnen, finanzmutig
Finanzmutig-Tipp

Viele Menschen beantragen ihren Rentenkontoauszug nie, weil sie Angst vor der Zahl haben. Dabei ist das Gegenteil richtig: Wer seine Rentenlücke kennt, kann gezielt planen. Wer sie nicht kennt, spart ohne klare Zielgröße.

Warum Frauen besonders genau hinschauen sollten

Mehr als nur der Gehaltsunterschied

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund 18 Prozent weniger als Männer (unbereinigter Gender Pay Gap). (Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung 2024) Aber der Gehaltsunterschied ist nur ein Teil des Problems.

Teilzeit. Viele Frauen arbeiten jahrelang in Teilzeit, um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Jede Stunde Teilzeit bedeutet weniger Rentenanspruch und weniger privates Sparpotenzial.

Care-Arbeit. Haushaltsführung, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen: Diese Arbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar, wird aber nicht entlohnt und baut keine Rentenansprüche auf.

Elternzeit. Die meisten Frauen unterbrechen ihren Beruf deutlich länger als Männer. In dieser Zeit fallen Einzahlungen in die Rentenversicherung niedrig oder ganz aus.

Die Folge: Frauen beziehen im Durchschnitt deutlich niedrigere gesetzliche Altersrenten als Männer. Gründe sind unter anderem geringere Erwerbseinkommen, häufigere Teilzeitbeschäftigung sowie längere Erwerbsunterbrechungen durch Kindererziehung oder Pflege. (Quelle: Sozialpolitik aktuell)

Was das für deine Planung bedeutet

Frauen müssen beim Thema private Altersvorsorge früher, konsequenter und bewusster handeln. Nicht weil sie Fehler gemacht haben, sondern weil das System strukturelle Lücken produziert, die nur privat geschlossen werden können.

Finanzmutig-Tipp

Wenn du gerade in Elternzeit bist oder warst: Ruf deinen Rentenkontoauszug ab. Diese Zahl zeigt dir schwarz auf weiß, wie viel Handlungsbedarf durch Elternzeit, Teilzeit und Care-Arbeit entstanden ist. Das ist keine schlechte Nachricht, sondern die Grundlage für einen konkreten Plan. Du möchtest wissen, wie sich das auf deine Situation auswirkt? Der Rechner oben gibt dir eine direkte Einschätzung.

Was tun, wenn du hinter dem Richtwert liegst?

Einordnung

Viele fragen sich, wie viel Geld man mit 50 gespart haben sollte, und stellen fest, dass sie hinter den Richtwerten liegen. Das ist keine Ausnahme. Die PHF-2023-Daten zeigen: Das Median-Nettovermögen der unter 35-Jährigen liegt bei 17.300 Euro pro Haushalt. Die meisten Menschen sparen deutlich weniger als empfohlen.

Fünf konkrete Schritte

01
Rentenlücke kennen
Rentenkontoauszug anfordern und ausrechnen, wie viel privates Kapital du im Alter brauchst. Diese Zahl ist dein Sparziel.
02
Sparrate festlegen und Dauerauftrag einrichten
Zuerst sparen, dann ausgeben. Dauerauftrag am ersten des Monats einrichten. Wie ein Kontensystem dabei hilft →
03
ETF-Sparplan starten
Für viele Menschen kann ein breit gestreuter ETF-Sparplan ein sinnvoller Weg zum langfristigen Vermögensaufbau sein. Viele Broker bieten Sparpläne ab 1 Euro monatlich an.
04
Freistellungsauftrag einrichten
Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei zusammen veranlagten Paaren). Bis zu dieser Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei. Wer keinen Freistellungsauftrag einrichtet, verschenkt Geld.
05
Sparrate jährlich erhöhen
Nach jeder Gehaltserhöhung auch die Sparrate erhöhen. Auch 25 Euro mehr pro Monat machen durch den Zinseszins-Effekt über 20 Jahre einen erheblichen Unterschied.

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Der Rechner hat dir gezeigt, wo du stehst. Wenn du jetzt einen ETF-Sparplan starten möchtest, sind das die drei Broker die sich für den Einstieg bewährt haben:

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Häufige Fragen

Wie viel sollte man mit 30 gespart haben?+
Wie viel Geld sollte man mit 30 gespart haben? Laut PHF-2023-Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft liegt das Median-Nettovermögen von Haushalten unter 35 Jahren bei rund 17.300 Euro. Als grobe Faustregel aus angloamerikanischen Ratgebern werden 0,5 bis 1 Jahresgehalt genannt. Diese Werte sind Orientierung, kein verbindlicher Maßstab.
Wie viel sollte man mit 40 gespart haben?+
Das Median-Nettovermögen von Haushalten zwischen 35 und 44 Jahren liegt laut PHF 2023 bei rund 60.000 Euro. Als Daumenregel gelten 1,5 bis 2 Jahresgehalt. Wichtiger als jeder Richtwert ist die Frage, ob dein Vermögen auf Kurs ist, um deine persönliche Rentenlücke zu schließen.
Wie viel sollte man mit 50 gespart haben?+
Das Median-Nettovermögen von Haushalten zwischen 45 und 54 Jahren liegt bei rund 150.000 Euro, zwischen 55 und 64 Jahren bei 241.100 Euro. Als Daumenregel gelten 3 bis 4 Jahresgehalt. Mit 50 bleiben noch 15 bis 17 Jahre bis zur Rente.
Ist es mit 40 oder 50 zu spät, Vermögen aufzubauen?+
Nein. Mit 40 bleiben noch rund 27 Jahre bis zur Rente, mit 50 noch rund 17 Jahre. Wer jetzt anfängt, konsequent zu sparen und zu investieren, kann bis zur Rente noch erhebliches Zusatzkapital aufbauen. Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute.
Was ist der Unterschied zwischen Medianvermögen und Durchschnittsvermögen?+
Der Median ist die mittlere Zahl: Die Hälfte hat mehr, die Hälfte hat weniger. Der Durchschnitt wird durch sehr hohe Vermögen einzelner Haushalte stark nach oben verzerrt. Deshalb gibt der Median ein realistischeres Bild der finanziellen Mitte der Bevölkerung.
Beziehen sich die Vermögenswerte auf Haushalte oder Einzelpersonen?+
Auf Haushalte. Die Altersgruppe richtet sich nach dem Alter der ältesten Person im Haushalt. Die Werte dienen nur als grober Vergleich und lassen sich nicht direkt auf Einzelpersonen übertragen.
Wie berechne ich meine persönliche Rentenlücke?+
Rentenkontoauszug bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern (kostenlos unter deutsche-rentenversicherung.de). Voraussichtliche Monatsrente mit dem gewünschten monatlichen Bedarf im Alter vergleichen. Die Differenz ist die monatliche Rentenlücke. Als vereinfachte erste Orientierung: monatliche Lücke × 12 × geplante Rentenjahre = privates Sparziel.
Wie beantrage ich meinen Rentenkontoauszug?+
Online unter deutsche-rentenversicherung.de oder schriftlich. Der Auszug ist kostenlos und zeigt bisherige Beitragsjahre sowie die voraussichtliche Rente.
Zählt das Eigenheim zu den Ersparnissen?+
Ein selbst genutztes Eigenheim senkt die Wohnkosten im Alter erheblich, kann aber nicht für die laufenden Lebenshaltungskosten entnommen werden, ohne umzuziehen. Für die Berechnung der Rentenlücke ist liquides Kapital wie Tagesgeld, ETF-Depot und Wertpapiere der relevantere Maßstab.
Sollte ich erst Schulden tilgen oder investieren?+
Hochverzinste Schulden wie Dispokredite oder Konsumkredite sollten in der Regel zuerst getilgt werden, da ihre Zinsen häufig höher sind als die erwartete Anlagerendite. Niedrigverzinste Schulden wie ein Immobilienkredit können parallel zu einem Sparplan weitergeführt werden. Mehr dazu im Artikel ETF-Sparplan eröffnen.
Wie viel sollte ich monatlich sparen?+
Das hängt von deiner Rentenlücke, deinem Zeithorizont und der erwarteten Rendite ab. Als grobe Orientierung empfehlen viele Finanzplaner, mindestens 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens zu sparen. Der Spar-Check-Rechner oben berechnet für deine individuelle Situation eine konkrete Einschätzung.
Ich hatte Elternzeit. Was bedeutet das für meinen Sparstand?+
Elternzeit reduziert Rentenansprüche und den privaten Sparaufbau. Der Rentenkontoauszug zeigt den konkreten Einfluss. Für viele Menschen kann ein ETF-Sparplan, auch mit kleinen Beträgen gestartet, ein sinnvoller Ausgleich sein. Mehr zur Vorsorge für Familien: Kinderdepot eröffnen.
Wird das Altersvorsorgedepot ab 2027 die private Vorsorge ersetzen?+
Nach den derzeitigen Plänen soll das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente für Neuabschlüsse ablösen. Es ergänzt die private Altersvorsorge, ersetzt aber weder die gesetzliche Rente noch einen selbst geführten ETF-Sparplan. Sobald das Gesetz final verabschiedet ist, findest du hier den passenden Artikel dazu.
Finanzmutig auf einen Blick
Es gibt keine universelle Sparzahl für 30, 40 oder 50 — nur individuelle Orientierungswerte
Bundesbank PHF 2023: Median-Nettovermögen unter 35 = 17.300 €, 35-44 = ca. 60.000 €, 45-54 = ca. 150.000 €, 55-64 = 241.100 €
Die Haushaltswerte sind nicht direkt auf Einzelpersonen übertragbar
Das gesetzliche Sicherungsniveau von 48 % ist eine Modellgröße, keine individuelle Garantie
Frauen sind durch Teilzeit, Care-Arbeit und Elternzeit strukturell benachteiligt
Die persönliche Rentenlücke ist der bessere Maßstab als jede Faustregel

Fazit

Wie viel du mit 30, 40 oder 50 gespart haben solltest, hat keine universelle Antwort. Was es gibt, sind aktuelle deutsche Daten, eine persönlich berechenbare Rentenlücke und einen klaren Plan, was du heute tun kannst.

Was zählt: nicht wo du heute stehst, sondern was du jetzt tust.

Dein nächster Schritt
Wie viel solltest du monatlich investieren?

Du weißt jetzt, wo du stehst. Der nächste Schritt: Berechnen, wie viel du monatlich zurücklegen solltest, um deine Rentenlücke zu schließen. Inklusive Rechner und konkreter Empfehlung.

Wie viel monatlich in einen ETF-Sparplan

Weitere passende Artikel: ETF-Sparplan eröffnen · MSCI World oder FTSE All World? · Notgroschen aufbauen · Finanzielle Freiheit berechnen · ETF-Rechner

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Quellen
  • Deutsche Bundesbank, PHF 2023 (Private Haushalte und ihre Finanzen)
  • Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Auswertung PHF 2023 nach Altersgruppen
  • Rentenversicherungsbericht 2024, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Sozialbeirat, Stellungnahme zum Rentenversicherungsbericht 2024
  • Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung 2024
  • Sozialpolitik aktuell, Daten zu Frauenrenten

Alles Liebe,

Chrissi von Finanzmutig

Chrissi Lubitz von Finanzmutig

⚠️ Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung dar. Alle genannten Zahlen und Richtwerte sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Bitte prüfe deine individuelle Situation mit einer unabhängigen Finanzberaterin oder einem unabhängigen Finanzberater.

💡 Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält mit * gekennzeichnete Affiliate-Links zu ING und Scalable Capital. Trade Republic ist eine direkte Empfehlung ohne Affiliate-Link. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Unsere Empfehlungen basieren auf eigener Einschätzung und sind unabhängig von Provisionen.

📊 Datenhinweis: Die verwendeten Vermögenswerte basieren auf der PHF-2023-Studie der Deutschen Bundesbank, ausgewertet durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Das Sicherungsniveau stammt aus dem Rentenversicherungsbericht 2024 (BMAS). Alle Quellenangaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

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