Kinderdepot eröffnen: Die besten Kinderdepots 2026 im Vergleich
„Für mein erstes Kind hab ich ING genommen. Für mein zweites Trade Republic. Beides war richtig – nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unserem Leben.“
Kinderdepot eröffnen: Das Wichtigste auf einen Blick (kurz & knapp für Eilige)
Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen deines Kindes läuft. Das Geld darauf gehört rechtlich deinem Kind – auch wenn du als Elternteil es verwaltest. Die bekanntesten Anbieter 2026 sind ING, Trade Republic, Scalable Capital, comdirect und Consorsbank. Alle bieten kostenlose Depotführung, die Unterschiede liegen bei Mindestsparrate, ETF-Auswahl und den jeweiligen Eröffnungsvoraussetzungen.
Welches Kinderdepot würde ich heute wählen?
- Nur ein Elternteil ist irgendwo Kunde → ING
- Beide Eltern nutzen schon Trade Republic → Trade Republic
- Beide Eltern nutzen schon Scalable Capital → Scalable Capital
- Ihr bevorzugt eine klassische Bank → comdirect oder Consorsbank
Meine persönliche Wahl heute: ING oder Trade Republic – je nachdem wo ihr als Familie schon seid. Die ausführliche Begründung und alle Details findest du weiter unten im Artikel.
| Anbieter | Bewertung | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| ING | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Die meisten Familien |
| Trade Republic | ⭐⭐⭐⭐½ | Wenn beide Eltern schon dort sind |
| Scalable Capital | ⭐⭐⭐⭐½ | ETF-Fans mit großer Auswahl |
| comdirect | ⭐⭐⭐⭐ | Klassische Bankkunden |
| Consorsbank | ⭐⭐⭐⭐ | Klassische Bankkunden |
Mindestsparrate und weitere Details folgen im ausführlichen Vergleich unten.
Für wen ist dieser Artikel? Für dich, wenn du für dein Kind anfangen willst Geld anzulegen – egal ob mit 25 Euro oder 100 Euro im Monat. Und wenn du wissen willst, welcher Anbieter für eure Situation wirklich passt, statt einfach „den Testsieger“ zu nehmen.
💡 Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Links zu den genannten Anbietern. Einige Links können künftig Affiliate-Links sein – für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Du möchtest ein Kinderdepot eröffnen und stehst vor der Frage, ob ING, Trade Republic, Scalable Capital, comdirect oder Consorsbank die richtige Wahl für einen ETF-Sparplan fürs Kind sind? Genau diesen Vergleich findest du hier – inklusive meiner persönlichen Erfahrung mit zwei Kinderdepots.
Das beste Kinderdepot für die meisten Familien ist aktuell ING – ETF-Sparpläne sind ab 1 Euro möglich, und auch Familien ohne zwei bestehende ING-Depots können ein Junior-Depot eröffnen. Alternativ eignen sich Trade Republic und Scalable Capital besonders für Familien, die dort bereits eigene Depots besitzen und eine besonders große ETF-Auswahl möchten.
Als unser erstes Kind auf die Welt kam, war eine der ersten Fragen, die ich mir gestellt habe: Wie kann ich jetzt schon anfangen, für sie zu sparen? Nicht weil ich dachte, ich müsste ein Vermögen anhäufen. Sondern weil ich aus meiner Bankausbildung eine Sache ganz genau wusste: Zeit ist beim Investieren der wichtigste Faktor. Und Zeit hatten wir – 18 Jahre bis zur Volljährigkeit. Das ist eine Menge.
Ich hab mich damals für ING entschieden. Nicht weil ich groß verglichen habe, sondern weil ich bei ING bereits Kundin war und es sich einfach unkompliziert anfühlte. Ein Depot eröffnen, einen ETF-Sparplan einrichten, fertig.
Als unser zweites Kind kam, war die Situation anders. Wir waren inzwischen beide bei Trade Republic – mein Mann und ich hatten dort schon unsere eigenen Depots. Also lag es nahe, das Kinderdepot dort gleich mit anzulegen. Beide Entscheidungen waren richtig. Nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten, mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Und genau darum geht’s in diesem Artikel: nicht „der eine beste Anbieter“, sondern welcher Anbieter zu eurer Situation passt.
Warum du mir vertrauen kannst
Ich bin gelernte Bankkauffrau, hab danach in der Baufinanzierung gearbeitet und bin seit Jahren selbst ETF-Investorin. Die Kinderdepots bei ING und Trade Republic, von denen ich hier erzähle, hab ich nicht nur eröffnet, sondern verwalte sie bis heute – und beschäftige mich täglich mit Finanzbildung für Familien.
- Was ist ein Kinderdepot – und wem gehört das Geld wirklich?
- Warum ein ETF-Sparplan fürs Kind sinnvoll ist
- Was aus deiner Sparrate werden kann – ein Beispiel
- Die 5 Anbieter im Vergleich
- Meine Empfehlung auf einen Blick
- Welches Kinderdepot eröffnen – wann passt welcher Anbieter?
- Kinderdepot eröffnen – Schritt für Schritt
- Kinderdepot oder Tagesgeld – was ist besser?
- Häufige Fragen
Was ist ein Kinderdepot – und wem gehört das Geld wirklich?
Ein Kinderdepot ist im Grunde ein ganz normales Wertpapierdepot – nur läuft es auf den Namen deines Kindes statt auf deinen eigenen. Du als Elternteil verwaltest es (man spricht von „gesetzlicher Vertretung“), aber das Geld darauf gehört rechtlich deinem Kind.
Das ist ein Punkt, den ich am Anfang selbst nicht auf dem Schirm hatte: Du kannst das Geld später nicht einfach „mal eben“ für dich selbst verwenden, auch wenn es finanziell eng wird. Es ist und bleibt das Vermögen deines Kindes.
Ein zweiter Punkt, der mir erst später bewusst wurde: Größeres Vermögen auf den Namen des Kindes kann sich später auf den BAföG-Anspruch auswirken, wenn dein Kind studiert. Ob und in welchem Umfang sich Vermögen tatsächlich auswirkt, hängt von den dann geltenden Freibeträgen und gesetzlichen Regelungen ab. Das heißt nicht, dass ein Kinderdepot eine schlechte Idee ist – aber es ist gut, das zu wissen, bevor du anfängst.
Diese Inhalte sind allgemeine Informationen und keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung. Bei Fragen zu BAföG, Vermögensgrenzen oder steuerlichen Aspekten für dein Kind empfehle ich, dich individuell beraten zu lassen.
Warum ein ETF-Sparplan fürs Kind sinnvoll ist
Der größte Vorteil, wenn du für dein Kind investierst, ist der Zeitfaktor. 18 Jahre bis zur Volljährigkeit sind ein langer Anlagehorizont – genau das, was Zinseszins-Effekte richtig wirken lässt. Selbst kleine monatliche Beträge können über diesen Zeitraum zu etwas Spürbarem werden.
Ich habe mich für einen ETF auf den FTSE All-World entschieden. Ein ähnlicher weltweiter Index ist der MSCI ACWI. Beide bilden tausende Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab – also breite Streuung, statt auf einzelne Länder oder Branchen zu setzen. Ich wollte für meine Kinder keine komplizierte Strategie – sondern etwas, das ich einmal einrichte und dann einfach laufen lassen kann.
→ Falls du noch unsicher bist wie ein ETF-Sparplan grundsätzlich funktioniert, schau dir gerne zuerst meinen Artikel ETF-Sparplan für Anfänger an – dort erkläre ich die Basics.
Ein Punkt, den viele beim Kinderdepot vergessen: der Freistellungsauftrag. Damit stellst du Kapitalerträge bis zu einem bestimmten Freibetrag von der Abgeltungssteuer frei – auch Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag. Den Freistellungsauftrag richtest du direkt bei der Depotbank ein, meist mit wenigen Klicks in der App oder im Online-Banking. Ohne ihn würden auch bei kleinen Erträgen unnötig Steuern abgezogen.
Die Kapitalanlage in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden. Der Wert kann schwanken, ein Totalverlust ist theoretisch möglich. Dies ist keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Vorgehensweise.
Was aus deiner Sparrate werden kann – ein Beispiel
Damit das Ganze nicht so abstrakt bleibt, hier eine kleine Beispielrechnung. Angenommen, du sparst über 18 Jahre regelmäßig einen festen Betrag und erzielst dabei eine durchschnittliche Rendite von 7 % pro Jahr (ein häufig genutzter langfristiger Durchschnittswert für breit gestreute Aktien-ETFs):
| Sparrate | Einzahlung über 18 Jahre | Mögliches Ergebnis bei 7 % p.a.* |
|---|---|---|
| 25 € | 5.400 € | ca. 10.500 € |
| 50 € | 10.800 € | ca. 21.000 € |
| 100 € | 21.600 € | ca. 42.000 € |
*Beispielrechnung ohne Garantie und nur zur Veranschaulichung. Die tatsächliche Rendite kann höher oder niedriger ausfallen – auch Verluste sind möglich.
Finanzmutig-Tipp: Rechne es mit deiner eigenen Sparrate durch
Schon ab 1 Euro im Monat (z. B. bei ING oder Scalable Capital) kannst du starten. Gib hier einfach deinen Betrag ein und sieh, was über 18 Jahre daraus werden könnte:
Einzahlung über 18 Jahre: 5.400 €
Mögliches Ergebnis bei 7 % p.a.*: ca. 10.500 €
*Beispielrechnung ohne Garantie, nur zur Veranschaulichung. Tatsächliche Renditen können abweichen, auch nach unten.
→ Für größere Beträge oder andere Laufzeiten: Der ETF-Rechner bietet dir noch mehr Einstellmöglichkeiten (dort ab 25 € Sparrate).
Wenn dein Kind heute geboren wird und du 50 Euro monatlich investierst, könnten daraus bis zum 18. Geburtstag rund 21.000 Euro werden.
21.000 Euro können für ein Kind den Unterschied machen zwischen "Ich würde gern ein Auslandssemester machen" und "Ich kann es mir leisten".
Was das konkret bedeuten kann:
- Der Führerschein
- Ein Auslandsjahr oder Auslandssemester
- Ein finanzielles Polster für den Studienstart
- Die Kaution und Erstausstattung für die erste eigene Wohnung
Du musst dich heute für nichts davon entscheiden. Aber du gibst deinem Kind die Möglichkeit, später eine echte Wahl zu haben.
Die genannten Zahlen sind ein Rechenbeispiel auf Basis einer angenommenen Durchschnittsrendite und keine Garantie oder Zusicherung. Tatsächliche Renditen können deutlich abweichen, auch nach unten – ein Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dies ist keine individuelle Anlageberatung.
Die 5 Anbieter im Vergleich
Ich hab mir die fünf Anbieter angeschaut, die aktuell am häufigsten für Kinderdepots genannt werden – inklusive der zwei, die ich selbst nutze.
| Anbieter | Depotgebühr | Mindestsparrate | Sparplankosten | Voraussetzung | Finanzmutig-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| ING | 0 € | 1 € | 0 € | Nur ein Elternteil muss ING-Kunde sein | ⭐ Meine Empfehlung für die meisten Familien |
| Trade Republic | 0 € | ab 1 € | 0 € | Nach aktuellem Stand (Juni 2026) müssen beide Eltern ein TR-Konto haben | ⭐ Meine Empfehlung wenn beide Eltern schon Kunden sind |
| Scalable Capital | 0 € | ab 1 € | 0 € | Voraussetzungen bitte direkt bei Scalable prüfen (Stand: Juni 2026) | ⭐ Meine Empfehlung für ETF-Fans mit großer Auswahl |
| comdirect | 0 € (ab Bedingungen) | 25 € | regulär ca. 1,5 % vom Volumen (je nach ETF und Aktion) | Vollmacht der Eltern reicht | Klassische Banklösung |
| Consorsbank | 0 € | 25 € | regulär ca. 1,5 % vom Volumen (je nach ETF und Aktion) | Vollmacht der Eltern reicht | Klassische Banklösung |
Stand der Recherche: Juni 2026.
ING
Für mich war entscheidend, dass ich nicht erst ein zweites Konto für meinen Mann eröffnen musste – und die Mindestsparrate von 1 Euro macht den Einstieg super niedrigschwellig.
Für wen geeignet: Unkomplizierter Einstieg – meine Empfehlung für die meisten.
Trade Republic
Simple App, sehr große ETF-Auswahl. Der Haken: Nach aktuellem Stand (Juni 2026) müssen beide Eltern ein eigenes Trade-Republic-Konto besitzen. Für uns war das kein Problem, weil wir beide bereits dort waren. Die Sparpläne lassen sich ab 1 Euro einrichten.
Für wen geeignet: Wenn beide Eltern schon Trade Republic nutzen.
Scalable Capital
Gilt oft als Testsieger – kostenlos, ab 1 Euro, eine der größten ETF-Auswahlen am Markt. Bitte prüfe die aktuellen Voraussetzungen direkt bei Scalable Capital, da sich diese ändern können (Stand: Juni 2026).
Für wen geeignet: ETF-Fans, bei denen beide Eltern schon Scalable nutzen.
comdirect
Etablierte Filialbank – hier reicht eine Vollmacht statt zwei neuer Konten. Dafür Mindestsparrate 25 € und Ausführungsgebühren von regulär ca. 1,5 % vom Volumen, abhängig vom ETF und aktuellen Aktionsangeboten.
Für wen geeignet: Klassische Bankkundinnen.
Consorsbank
Wie comdirect – Vollmacht reicht, Mindestsparrate 25 €, Sparplankosten ca. 1,5 %.
Für wen geeignet: Klassische Bankkundinnen.
Alle Angaben sind Stand der Recherche (Juni 2026). Konditionen, Mindestsparraten und Voraussetzungen können sich bei den Anbietern jederzeit ändern – informiere dich vor einer Entscheidung direkt auf der jeweiligen Anbieterseite.
Meine Empfehlung auf einen Blick
🥇 ING
Wenn: nur ein Elternteil Kunde ist · du einfach starten willst · du maximale Flexibilität möchtest
Wenn mich heute eine Freundin fragt, welches Kinderdepot sie eröffnen soll, würde ich in den meisten Fällen ING nennen. Die Eröffnung ist unkompliziert, die Mindestsparrate liegt bei nur 1 Euro und nicht beide Elternteile müssen Kunde sein.
🥈 Trade Republic
Wenn: beide Eltern bereits Kunden sind · du eine sehr große ETF-Auswahl möchtest · alles in einer App verwalten willst
Wenn ihr als Paar schon beide bei Trade Republic seid, gibt es kaum einen Grund, woanders ein Kinderdepot zu eröffnen – es ist in wenigen Minuten erledigt und fügt sich nahtlos in eure bestehenden Konten ein.
🥉 Scalable Capital
Wenn: ihr beide bereits Kunden seid · ihr eine besonders große ETF- und Aktien-Auswahl wollt
Ähnlich wie bei Trade Republic: Wenn ihr schon dort seid, ist der Zusatzaufwand fürs Kinderdepot minimal – und ihr profitiert von einer der größten Auswahlen am Markt.
Welches Kinderdepot eröffnen – wann passt welcher Anbieter?
Aus meiner Erfahrung hängt die Entscheidung vor allem von einer Frage ab: Seid ihr beide schon Kunden bei einem der Neobroker, oder nicht?
Wenn ja – beide schon bei Trade Republic oder Scalable Capital: Aufwand minimal, Kinderdepot dort mit anlegen.
Wenn nein – nur einer von euch oder keiner ist Kunde: Dann lohnt sich die Frage, ob ihr wirklich für beide ein neues Konto eröffnen wollt. Falls nicht, sind ING, comdirect oder Consorsbank die unkomplizierteren Optionen – über eine Vollmacht statt zwei neue Konten.
Wenn ihr ganz klein anfangen wollt – ab 1 Euro: ING und Scalable Capital erlauben das, die anderen drei brauchen mindestens 10 bzw. 25 Euro.
Genau nach diesem Prinzip haben wir selbst entschieden: Für unser erstes Kind war ING die einfachste Lösung – wir waren dort schon Kunden, die Mindestsparrate war niedrig. Für unser zweites Kind waren wir inzwischen beide bei Trade Republic, also lag das Kinderdepot dort nahe. Beide Entscheidungen waren richtig, weil sie zur jeweiligen Situation passten.
Mein ehrlicher Rat: Schau zuerst, wo du selbst schon Kundin bist, bevor du dich für "den Testsieger" entscheidest.
Kinderdepot eröffnen – Schritt für Schritt
So bin ich vorgegangen, am Beispiel ING (bei Trade Republic, Scalable, comdirect und Consorsbank ist der Ablauf ähnlich, nur die genauen Schritte in der App/online unterscheiden sich leicht):
Schritt 1: Anbieter auswählen
Anhand der Tabelle oben entscheiden – je nachdem, wo ihr schon Kunden seid und wie viel ihr monatlich anlegen möchtet.
Schritt 2: Unterlagen bereithalten
Du brauchst die Geburtsurkunde deines Kindes und die Ausweisdokumente beider Eltern. Bei Anbietern, die eine Vollmacht verlangen (comdirect, Consorsbank), kommt ein zusätzliches Formular dazu.
Schritt 3: Depot online beantragen
Bei den meisten Anbietern läuft das komplett online – Formular ausfüllen, Dokumente hochladen oder per Post einsenden (je nach Anbieter).
Schritt 4: Legitimation
Je nach Anbieter per Video-Ident, PostIdent oder direkt in der App. Bei Kinderdepots ist oft die Legitimation beider Eltern nötig.
Schritt 5: ETF-Sparplan einrichten
Sobald das Depot eröffnet ist, kannst du den Sparplan einrichten – ETF auswählen, Sparrate festlegen, Ausführungstag wählen. Klingt technisch, ist es aber nicht.
Welchen ETF fürs Kinderdepot? Für einen einfachen, breit gestreuten ETF-Sparplan werden häufig diese zwei genutzt:
- Vanguard FTSE All-World UCITS ETF – investiert in über 3.700 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern weltweit. Meine persönliche Wahl für beide Kinderdepots.
- iShares Core MSCI World UCITS ETF – investiert in rund 1.500 Unternehmen, ausschließlich aus Industrieländern. Kein Schwellenländer-Anteil – das ist der wichtigste Unterschied zum FTSE All-World.
Beide funktionieren gut. Der FTSE All-World ist breiter gestreut, der MSCI World ist der bekanntere der beiden. Ich habe mich für den FTSE All-World entschieden, weil ich Schwellenländer nicht komplett ausklammern wollte – aber das ist eine persönliche Entscheidung, keine universelle Empfehlung.
Sparplan bei Trade Republic einrichten – so geht's
- ETF suchen (z.B. „FTSE All-World" oder „MSCI World" in die Suche eingeben)
- „Sparplan erstellen" auswählen
- Sparrate festlegen (z.B. 25 €, 50 € oder 100 €)
- Ausführungsintervall wählen (monatlich empfohlen)
- Verrechnungskonto rechtzeitig per Dauerauftrag füllen
- Fertig – die Käufe laufen ab jetzt automatisch
Hinweis: Keine Anlageberatung. Die Auswahl des ETFs liegt bei dir – ich teile hier meine persönliche Erfahrung und Wahl.
Schritt 6: Laufen lassen
Das war's. Ich überprüfe unsere Kinderdepots vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr – mehr ist meiner Meinung nach auch nicht nötig.
Kinderdepot oder Tagesgeld – was ist besser für mein Kind?
Eine Frage, die mir oft gestellt wird: Warum nicht einfach ein Tagesgeldkonto fürs Kind?
Tagesgeld ist sicherer und du kommst jederzeit an dein Geld – gut für kurzfristige Ziele oder als Sicherheitspuffer. Die Zinsen liegen aktuell aber meist deutlich unter dem, was ein breit gestreuter ETF-Sparplan langfristig erwarten lässt.
Für einen Anlagehorizont von 18 Jahren ist ein ETF-Sparplan im Kinderdepot meist sinnvoller, weil der Zinseszins-Effekt über diesen Zeitraum deutlich stärker wirkt – wie du in der Beispielrechnung oben gesehen hast. Wie du parallel einen Sicherheitspuffer für die ganze Familie aufbaust, erkläre ich im Notgroschen-Artikel.
Meine persönliche Lösung: Notgroschen auf Tagesgeld für die Familie, ETF-Sparplan im Kinderdepot für den langfristigen Vermögensaufbau fürs Kind. Beides hat seinen Platz – nur eben für unterschiedliche Zwecke.
Finanzmutig-Tipp: Wo ist überhaupt Spielraum für die Kinderdepot-Sparrate?
Bevor du eine Sparrate festlegst, lohnt sich ein Blick auf eure laufenden Ausgaben – oft schlummert dort mehr Spielraum als man denkt. Ich nutze dafür Finanzguru*, um Verträge, Abos und wiederkehrende Kosten auf einen Blick zu sehen. So findet sich häufig genau der Betrag, den man monatlich problemlos in ein Kinderdepot stecken kann, ohne dass es im Alltag spürbar wehtut.
Finanzmutig auf einen Blick
- Ein Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind, nicht den Eltern
- ING & Scalable: Mindestsparrate ab 1 €
- Trade Republic, comdirect, Consorsbank: höhere Mindestsparrate (10 € bzw. 25 €)
- Trade Republic & Scalable: beide Eltern müssen Kunden sein
- comdirect & Consorsbank: Vollmacht reicht
- Bei 50 €/Monat über 18 Jahre können aus ca. 10.800 € Einzahlung rund 21.000 € werden (bei 7 % p.a., ohne Garantie)
- Meine Wahl: ING für Kind 1, Trade Republic für Kind 2 – jeweils dort, wo wir als Familie schon Kunden waren
Häufige Fragen zum Kinderdepot
Finanzmutig-Erinnerung
Du musst nicht perfekt starten.
Viele Eltern schieben das Thema vor sich her, weil sie erst den perfekten ETF oder den besten Anbieter finden wollen. Für dein Kind ist der wichtigste Faktor aber nicht Perfektion – sondern Zeit.
Fazit
Das beste Kinderdepot gibt es nicht. Das beste Kinderdepot ist das, das zu eurer Familiensituation passt – zu dem, wo ihr als Familie schon seid, wie viel ihr anlegen wollt und wie unkompliziert ihr starten möchtet.
Bei uns war das zweimal unterschiedlich. Und beide Entscheidungen waren richtig.
Wenn du jetzt zwischen ING, Trade Republic und Scalable schwankst, dann denk daran: Die Entscheidung für ein Kinderdepot ist wichtig. Aber viel wichtiger ist, überhaupt heute zu starten. Ein Jahr früher anzufangen macht oft mehr Unterschied als die Wahl des perfekten Anbieters.
Mit 1 Euro, mit 25 Euro, mit 100 Euro – die Zeit, die deinem Kind bis zur Volljährigkeit bleibt, ist der wertvollste Faktor von allen.
Wenn du heute ein Kinderdepot eröffnest, hat dein Kind etwas, das sich später niemand mehr nachkaufen kann: Zeit am Kapitalmarkt.
Alles Liebe,
Chrissi von Finanzmutig
⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in ETFs sind mit Risiken verbunden – der Wert deiner Anlage kann steigen und fallen. Bitte triff Anlageentscheidungen eigenverantwortlich oder konsultiere einen zugelassenen Finanzberater.
💡 Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Links zu ING, Trade Republic, Scalable Capital, comdirect und Consorsbank. Einige Links können künftig Affiliate-Links sein – für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Alle Angaben zu Konditionen sind Stand der Recherche (Juni 2026) und können sich ändern – informiere dich vor einer Entscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter.
